Everest Base Camp Trek: Vorbereitung und Ausrüstung

Mit einer Höhe von 5.364 Metern ist das Everest Base Camp nichts für schwache Beine. Doch die Anstrengung wird mit einzigartigen Blicken auf die umliegenden Gipfel belohnt.

Du hast dich dafür entschieden, den Everest Base Camp Trek in Nepal zu wandern – und damit alles richtig gemacht! Für ein unvergessliches Abenteuer im Himalaya sind die richtige Vorbereitung und passende Ausrüstung entscheidend. Ich habe ein paar Tipps für dich.

Keine Zeit zu verlieren? Dann springe hier direkt zur interaktiven Checkliste zum Abhaken!

Die Schönheit Nepals begleitet uns auf Schritt und Tritt durch eine atemberaubende Landschaft, die von den gewaltigen Gipfeln des Himalayas umringt ist. Eine ausgedehnte Wanderung ist eine fantastische Möglichkeit, um diese wunderbare Region so intensiv wie möglich zu erleben. Sie verlangt dem Körper aber auch einiges ab und will gut vorbereitet sein – erst recht, wenn es über den Everest Base Camp Trek zum Fuß des höchsten Berges der Welt geht.

Ein Hinweis vorab: In diesem Beitrag gebe ich Produktempfehlungen, die auf meinen eigenen Erfahrungen und Vorlieben basieren. Ich erhalte dafür keine finanzielle Vergütung. Mit den Verlinkungen auf die jeweiligen Hersteller und Produkte möchte ich dir einen schnelleren Zugang zu ausführlicheren Infos ermöglichen.

Das Training

Ich erinnere mich noch gut an die kräftezehrende Etappe von Namche Bazar nach Tengboche, deren Steigung es in sich hat. Vom Ufer des Phungi Tenga aus geht es etwa zwei Stunden lang stetig bergauf. Spätestens an dieser Stelle des Everest Base Camp Trek wird deutlich, weshalb eine gute Ausdauer und ausreichend Dampf in den Beinen zu den körperlichen Grundvoraussetzungen gehören.

Zugegeben – stellenweise habe ich die Auswirkungen unterschätzt, die Terrain und Höhe auf meinen Körper haben. Trotz solider Fitness bin ich hier und da ganz schön ins Straucheln geraten. Wer jetzt aber schon panisch sein Kleingeld zusammenkratzt, um kurz vor der Reise noch eine teure Höhensimulation absolvieren zu können, den kann ich beruhigen:

  • Beginne frühzeitig mit regelmäßigem Ausdauer- und gezieltem Kraftsport,

  • plane ausreichend Zeit für die Akklimatisierung ein,

  • steige in deinem eigenen Wohlfühltempo auf

  • und achte auf regelmäßiges Essen (Kohlenhydrate!) und Trinken.

Dann hast du auf dem Everest Base Camp Trek nichts zu befürchten.

Guter Sonnenschutz ist eine der wichtigsten Voraussetzungen, um auf dem Everest Base Camp Trek munter zu bleiben. Cap, polarisierte Sonnenbrille und Buff gehören daher ins Gepäck.

Was mich betrifft: Ich habe mich etwa ein halbes Jahr vor der Abreise auf ausgewogenes Ausdauer- und Krafttraining konzentriert. Zwei bis drei Mal die Woche bin ich jeweils 8-10 Kilometer gelaufen oder habe für etwas längere Strecken auf das Rennrad gestiegen. Diese Kombination erwies sich als sinnvoll, womöglich aufgrund der unterschiedlichen Belastungsbereiche. Die Aufprallkräfte auf die Gelenke beim Laufen sind relativ hoch, beim Radfahren gering. So konnte ich auch effizient trainieren, wenn die Fußgelenke oder Sehnen vom Laufen mal angeschlagen waren. Beim Kraftsport habe ich auf die Basics gesetzt: Kniebeugen, Kreuzheben, Liegestütze, Planks und Sit-ups. Und das Dehnen nicht vergessen!

Natürlich standen auch mehrtägige Wanderungen auf dem Programm. Leider bewegen sich die Höhenmeter hier im Rheinland eher im zweistelligen Bereich. Ich habe mich also dazu entschlossen, vor meiner Nepal-Reise ein langes Wochenende in Bayern zu verbringen. Gute Entscheidung: Die Zugspitze über das Reintal zu erklimmen, ist eine Top-Vorbereitung auf die muskulären Belastungen im Himalaya. Mir hat dieser Kurztrip enorm geholfen, um Defizite in meinem Training zu identifizieren und anschließend an den richtigen Stellschrauben zu drehen.

Meine Trainingsfortschritte habe ich übrigens mit einer speziellen Sportuhr verfolgt – sowohl in der Vorbereitung als auch während meiner Reise in Nepal trug ich ein Modell der Polar Grit X Serie am Handgelenk. Damit konnte ich immer beobachten, ob meine Herzfrequenz in dem für das Ausdauertraining idealen Bereich liegt. Für die Nerds: Das sind in der Regel 70 bis 80 Prozent der maximalen Herzfrequenz, ein gängiger Richtwert sind 133 bis 152 Schläge pro Minute. Außerdem integriert die Grit X ein Barometer, das Angaben zu Höhe, Steigung, Gefälle, Auf- und Abstieg macht. So konnte ich während der einzelnen Etappen jederzeit messen, auf welcher Höhe ich mich befand.

Die (notwendige) Ausrüstung

Für mich war der Everest Base Camp Trek die erste hochalpine Fernwanderung, die ich je unternommen habe. Ich wollte als Einsteiger daher keinesfalls ohne die angemessene Ausrüstung abreisen. Ich studierte Packliste um Packliste und sog Tipps und Erfahrungsberichte auf wie ein Schwamm. Das Ergebnis: Ich quoll fast über vor Eindrücken, noch bevor ich meine Wohnung verlassen hatte.

Heute kann ich guten Gewissens schreiben: Es reicht völlig aus, sich auf das Wesentliche zu beschränken. Das gilt vor allem für diejenigen, die – wie ich es gemacht habe – eine geführte Tour mit der Unterstützung von Trägern planen. In der folgenden Liste gehe ich auf die einzelnen Ausrüstungsgegenstände sowie deren Bedeutung und Besonderheiten ein. Gleich darunter befindet sich die Kurzfassung als interaktive Checkliste.

Jetzt weißt du, was auf dem Everest Base Camp Trek auf dich zukommt und welche Ausrüstung du benötigst. Damit den Überblick behältst und nichts vergisst, habe ich eine interaktive Checkliste zusammengestellt. Sie begleitet dich Schritt für Schritt durch die Vorbereitung deines eigenen Abenteuers.

Bereit zum Packen?

Die Checkliste

  • Basis-Ausrüstung
  • Duffelbag (70-95l)
  • Tagesrucksack (25-35l)
  • Schlafsack für Temperaturen bis zu -10°C
  • Teleskop-Wanderstöcke
  • Stirnlampe
  • Trinkblase (1,5-2,5l)
  • Trinkflasche (1-1,5l)
  • Powerbank (20.000 mAh)
  • Dokumente (Trekkingpermits werden vor Ort beantragt)
  • Gültiger Reisepass
  • Ggf. vorab online beantragtes Visum
  • Bargeld zum Wechseln in Kathmandu
  • Kleidung
  • Sehr leichte Hose für Flug und Aufenthalt in Kathmandu
  • Leichte, atmungsaktive Stretchhose für Touren-Alltag
  • Warme, gefütterte Sofshellhose für höhere Lagen
  • Regenhose zum Überziehen
  • Gemütliche Hose für Hüttenabende
  • 2x kurzärmlige, atmungsaktive T-Shirts
  • 2x langärmlige, atmungsaktive Shirts
  • Fleecepullover oder -jacke
  • Daunenjacke
  • Regenjacke
  • 4x Merino-Unterhosen
  • 4x Merino-Socken
  • 1 Set lange Merino-Unterwäsche
  • Sonnenbrille (polarisiert)
  • Buff
  • Leichte und warme Handschuhe
  • Mütze/Beanie und Cap
  • Gefütterte Hüttenschuhe
  • Reiseapotheke
  • Erste-Hilfe-Set (inkl. Verbände, Rettungsdecke, Pinzette, etc.)
  • Ibuprofen gegen Kopfschmerzen
  • Imodium akut gegen Durchfall
  • Elektrolyte gegen Dehydrierung
  • Buscopan gegen Magenkrämpfe
  • Antiemetika (z.B. Vomex) gegen Übelkeit und Erbrechen
  • Grippostad gegen Erkältungssymptome
  • Halstabletten oder Hustenbonbons
  • (Blasen-)Pflaster
  • Desinfektions-/Wundspray
  • Ohropax
  • Hygiene
  • Sonnencreme mit LSF 50
  • Lippenbalsam (ebenfalls mit LSF)
  • Feuchte Tücher
  • 2x Toilettenpapier
  • Universalseife (ökologisch abbaubar)
  • Desinfektionsgel
  • Schnell trocknendes Mikrofaserhandtuch
  • Feuchtigkeitscreme für Gesicht und Hände
  • Kleine Wäscheleine

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